Kristiansund zum Limfjord

10. – 26. Juli:   Flautensegeln, Shetlands und Orkneys besuchen, Wettrennen organisieren

So wenig Wind habe ich noch nie auf einem Haufen erlebt.
Von Kristiansund ging es in Richtung Shetlands, kaum Wind, dann zu den Orkneys, kaum Wind, und dann in fünf Tagen zum Limfjord – kein Wind.

Damit ihnen aber die Zeit nicht lang wurde … hat die SEEADLER ein Wettrennen ausgerufen.
Am Start: eine etwas schlaffe Möwe (kürzeste Entfernung zum Festland: 140 sm) und ein Ultraleichtbausegelboot.
Auch hier reichte der Wind nicht aus – die Möwe machte spielend das Rennen.

2013: Tromsö – Spitzbergen – Lofoten – Kristiansund

Der Sonne entgegen: 26. Juni – 3. Juli:

Mitternachtssonne

Vom Norden Norwegens ablegen, den Bug gen Norden gerichtet, und bei blauem Himmel die Mitternachtssonne über dem Horizont stehen sehen. Ein unwirkliches Erlebnis. Wo die Nacht war und und für viele auch die Welt zuende, dorthin zieht uns das Licht und das Meer.Recherchebreen

Silke Gajek und ich sind fünf Tage gesegelt, natürlich nicht nur unter der arktischen Sonne, sondern auch durch Nebel und Regen hindurch, und haben schlagende Segel in der Flaute genauso erlebt wie kräftigen und eisigen Wind.

Der Anker fiel dann im Bellsund, 60 sm nördlich vom Südkap Spitzbergens. Vor dem Recherchebreen, der seinen Namen einer frühen französischen Expedition verdankt, hat uns diese wilde Inselwelt der Artis begrüßt. Am nächsten Tag sind wir an den Gletscher heran gefahren und staunten nicht schlecht, dass die Abbruchkante weit hinter der kartografierten Gletscherkante liegt. Wir näherten ihr uns bis auf wenige Meter.
Dieser Gletscher zieht sich zurück, wir spürten fast körperlich, wie dieser uralte Eisrücken sein Leiden an der Erderwärmung nicht mehr zu verbergen vermag.

Wie diesem Gletscher geht es vielen anderen auch: sie schmelzen dahin. Im letzten Jahr war die Eisbedeckung der Arktis so dünn wie noch nie, so lange diese gemessen wird.
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